Rosenblüten-Fenster-Kekse

Rosenblüten-Kekse
10 g getrocknete Rosenblüten
140 g Mehl
100 g Butter
1 Packerl Vanillezucker (= 8 g)
42 g Staubzucker
1 Prise Salz

Deko:
Harte Zuckerln (z.B.: Campino Früchte Bonbons)

Mürbeteig Rosen Keckse Keks Rosenblüten

Zubereitung Mürbteig:
Rosenblüten zu Pulver mahlen, ich nehme dafür meine Kaffeemahlmaschine für Gewürze. Kalte Butter stückelig schneiden, mit dem Rosenblütenpulver, Mehl, Staubzucker, Vanillezucker, Salz in einen Food Processor oder eine Küchenmaschine geben. Durchmischen bis alles eine krümmelige oder manche sagen auch „sandige“ Masse ist. Teig mehr zusammenschieben als kneten, zu einer Rolle formen. Plastikfrei in Backpapier oder ein Wachstuch wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Kekse formen:
Den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen. Der ist jetzt steinhart. So 10 x von allen Seiten mit dem Nudelwalker, darauf schlagen, dann lässt er sich zu einer Kugel kneten. Dann zwischen zwei Backpapier-Blätter, ausrollen, bis er circa 5 mm dick ist. Mit einem kleinen Glas oder Keksausstecher, Kreise ausstechen. Mit einem Sternausstecher der kleiner als der Kreis ist, einen Stern aus den Keksen stechen. Kekse kalt stellen.

Glasfenster machen & Kekse backen:
Die harten Zuckerln nach Farben getrennt in einem Mörser zerstoßen. Möglichst feine Stücke oder sogar Pulver erzeugen. Dieses Zuckerlpulver wird nun in das Sternloch der Kekse gestreut.
Das Backrohr auf 170 Grad Celsius aufheizen. Es ist wichtig das man die Mürbteigkekse wirklich erst ins Rohr gibt, wenn es die Temperatur erreicht hat, sonst schmilzt der Mürbteig und die Kekse werden unförmig.
Bei 170 Grad 10 Minuten backen. Ich drehe das Blech immer nach 5 Minuten einmal um und falls es in Richtung braun geht, lege ich für die letzten 5 Minuten eine Alufolie über die Kekse.

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Alpen-Sprite oder: Fichtennadeltee, fermentiert mit Wasserkefir

Der Geschmack von Sprite war mir immer ein Rätsel, die überraschende Lösung seines Ursprungs: Fichtennadeln!

Um mein Fichtennadel-Experiment zu starten, habe ich eine Verbündete in der Südsteiermark gewonnen. Meine Mutter. Sie hat mir einen Schuhkarton voller Zweigerln von der Koralpe geschickt, frisch geerntet direkt im eigenen Wald. Weil (wusste ich bis vor Kurzem auch nicht): Wenn man Zweige sammelt oder welche von Bäumen abschneidet, muss man die Besitzer fragen, ob das okay ist. Also aufpassen beim Sammeln und idealerweise immer um Erlaubnis fragen.

Generell gilt beim Sammeln: nur Pflanzen mitnehmen, die man kennt! Bei Fichten ist das eh sehr einfach – finde ich, aber halt deshalb, weil ich sie kenne. Falls das nicht so ist, eine Person mitnehmen, die die gewünschte Pflanze kennt. Allgemeine Info: Man kann fast alle Nadelbäume essen und somit auch als Aromaten bei Wasserkefir verwenden. Große Ausnahme: Eiben & Zypressengewächse. Also bitte sehr gut aufpassen.
Hier findet ihr eine Seite die den Unterschied zwischen Fichten und Tannen sehr gut erklärt: FICHTE UND TANNE UNTERSCHEIDEN.
Zweite wichtige Regel beim Sammeln: Fair Use! Nur das nehmen, was gebraucht wird, nur Zweige bei schon gut ausgewachsenen Bäumen abschneiden und die Sammelstellen gut verteilen, also nicht nur an einer Stelle abgrasen, bis alles kahl ist.

Der Geschmack von Fichten-Wasserkefir erinnert wie gesagt an Sprite, hat aber auch eine leichte Note von Mandarine und etwas zart Harziges. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Rezept gerade Kinder sehr begeistert, dann aus Fichtennadeln und Leitungswasser eine Sprite-Limo zu machen, die noch dazu wild sprudelt, hat etwas Magisches. Ich bin selber gerade extrem begeistert.

Fichtennadeltee

Kleine Randnotiz: Wasserkefir spart die Küchendeko!
Ein Glas mit diesen lebenden Kristallen ist besser als jede Lavalampe. Wer es kennt, weiß, wovon ich rede, und allen Neueinsteiger*innen prophezeie ich: Ihr werdet staunen! Falls jetzt wer Wasserkefir haben mag: Bitte schreibt mir. 🙂

Zutaten:
1. Fermentation
1 Schuhkarton Fichtenzweigerln
5 l Leitungswasser
200 g Wasserkefir-Kristalle, circa
250 g Zucker
1 Handvoll braune Rosinen
½ Zitrone

2. Fermentation
½ Zitrone
Rest der Fichtenzweige
1 Handvoll weiße Rosinen

Anleitung:
1. Fermentation
Die Fichtennadeln in zwei Teile teilen. Das Wasser aufkochen und über die eine Hälfte der Fichtennadeln gießen. 20 Minuten ziehen lassen, abseihen und dann den Zucker darin auflösen. Den Tee abkühlen lassen.
Wenn der Tee kalt ist, die Wasserkefirkristalle dazugeben, plus die Rosinen und eine in Viertel geschnittene, halbe Zitrone. Das Glas, in dem fermentiert wird, nicht verschließen, nur mit einem Tuch vor Insekten schützen. Für drei Tage fermentieren lassen.

2. Fermentation
Die Wasserkefirkristalle und Rosinen abseihen. Die zweite Hälfte der Fichtenzweigerln, die Zitronen und die weißen Rosinen zum Wasserkefir geben. Diesmal in eine Flasche oder ein Glas geben, das man fest verschließen kann, weil in der zweiten Fermentation (F2) geht es darum, die Kohlensäure im Ferment zu behalten. Das lässt man nun zwischen zwei bis fünf Tage fermentieren. Bitte alle 12 Stunden aufmachen, damit man merkt, wie viel Kohlensäure man schon in der Naturlimo hat. Wenn es genug sprudelt, in den Kühlschrank stellen. Am besten über Nacht und dann genießen!

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Die Gruppe heißt: Der diskrete Charme des Fermentierens

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