Kekse für Faulis

„Alle für einen und alle für alle!“ – also ein Teig wie ein Musketier. Man kann alle Gewürze reingeben die einem einfallen und deshalb kann man aus dem einen Teig alle Kekse machen.

In der Schulzeit hat mein Physiklehrer, wenn ich beim Test kunstvoll geschummelt habe, immer zu mir gesagt: „Ella, du bist wie Strom, du gehst immer den Weg des geringsten Widerstandes.“ – Damit hat er respektvoll veräppelt, das ich ein echter Fauli war und deshalb immer die besten Abkürzungen gesucht habe. Apropos: wenn man gut schummelt, lernt man auch sehr viel!

Beim Backen gibt es eine sehr geniale Abkürzung, sie heißt: MÜRBTEIG!
Die einfachste Lösen aus vielerlei Gründen. Erstmal schmeckt Mürbteig einfach fantastisch. Und: man kann ihn genial variieren. Er ist mit einer einfachen Formel zu machen, deshalb kann man ihn sich (nach ein paar mal „Schummel-Nachschlagen“) sehr leicht auswendig merken. Deshalb ist Mürbteig der einzige Teig denn ich immer auswendig weiß.

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Die Mürbteigformel
3 : 2 : 1
3 Teile Mehl : 2 Teile Butter : 1 Teil Staubzucker

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Diesen Grundteig kann man, für die große Wirkung, mit allem möglichen aromatisieren, z.B.: Zitronen-, Orangen-, Limetten-zeste, Kaffeepulver, Whiskey, Zirbenschnaps, Rosenblüten, Rosenwasser, Lavendel, Kakao, Karamell, die Butter mit Kokosöl ersetzten…
Denn Teig kann man ausstechen, in Rollen drehen und abschneiden, mit Muster-Nudelwalker perforiéren, perforiéren und stechen in Kombination, zwei Teile zusammen kleben, mit Marmelade füllen, mit Bonbons kleine Fenster schmelzen…

Ein Teig und 1000 & 1 Möglichkeiten

Grundrezept:
150 g Mehl
100 g Butter
50 g Staubzucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
Kalte Butter stückelig schneiden, mit dem Mehl, Staubzucker, Salz in einen Food Processor oder eine Küchenmaschine geben. Durchmischen bis alles eine krümmelige oder manche sagen auch „sandige“ Masse ist. Teig mehr zusammenschieben als kneten, zu einer Rolle formen. Plastikfrei in Backpapier oder ein Wachstuch wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Daraus kann man machen:
Rentier-Kekse mit Brezel-Geweih

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Kaffee-Whiskey (Kexi für Erwachsene)
150 g Mehl
100 g Butter
8 g Vanillezucker (1 Packerl)
42 g Staubzucker
1 Prise Salz
2 TL Instant Kaffeepulver
1 EL Whiskey

Zubereitung:
Wie Grundrezept. Vanillezucker und Kaffeepulver zum Mehl geben, ganz zum Schluß den Esslöffel Whiskey dazugeben.

Daraus kann man machen:
Kaffee-Whiskey-Kekse gefüllt mit Kindermilchschnitten Creme

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Orangen-Cointreau-Kekse
150 g Mehl
100 g Butter
50 g Staubzucker
1 Prise Salz
1 Zeste ungesprizte Orange
1 EL Cointreau

Zubereitung:
Wie Grundrezept. Orangezeste zum Mehl geben. Zum Schluß den Esslöffel Cointreau dazugeben.

Daraus kann man machen:
Linzer-Orangen-Kekse gefüllt mit Marillen-Cointreau-Marmelade

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Limetten-Kokos-Kekse (Vegan)
150 g Mehl
100 g Kokosfett
50 g Staubzucker
1 Prise Salz
2 – 3 Zesten von ungespritzen Limetten
1/2 Saft Limette

Zubereitung:
Wie Grundrezept. Limettenzeste zum Mehl geben. Zum Schluß den Limettensaft dazugeben. Der Teig ist etwas bröseliger als der mit Butter, am besten in einer Form backen.

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Kernoel_Haiden_Kecks_Glutenfrei

Steirische Keks mit Kernöl & Heidenmehl (Glutenfrei)
150 g Buchweizenmehl
2 EL Kernöl (= 15 g)
85 g Butter
2 Packerl Vanillezucker (= 16 g)
34 g Staubzucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
Wie Grundrezept. Ich gebe immer zuerst die extra Zutat rein, hier z.B. das Kernöl und dann fülle ich mit der Butter auf 100 g auf. Dann die zwei Packerl Vanillezucker, dann fülle ich mit Staubzucker auf 50 g auf.

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Zarte Zitronen-Kekse
125 g Mehl
25 g Karoffelstärke
100 g Butter
1 Packerl Vanillezucker (= 8 g)
42 g Staubzucker
1 Prise Salz
1 Zeste von ungespritzter Zitrone

Zubereitung:
Wie Grundrezept.

Daraus kann man machen:
Zarte Zitronen-Vulva-Kekse

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Rosenblüten-Kekse
10 g getrocknete Rosenblüten
140 g Mehl
100 g Butter
1 Packerl Vanilliezucker (= 8 g)
42 g Staubzucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
Rosenblüten zu Pulver mahlen, ich nehme dafür meine Kaffeemahlmaschine für Gewürze. Dann wie Grundrezept.

Daraus kann man machen:
Rosenblüten-Fenster-Kekse

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Pumpkin Pie Spice – Kürbiskuchengewürz – selber machen

„Born in the U.S.A.“ ist diese Gewürzmischung mit dem schönen englischen Namen: Pumpkin Pie Spice. Bei uns vielleicht noch ungewöhnlich, kennt sie in Amerika jedes Kind. Einer der großen und wichtigen Feiertage in den USA, „Thanksgiving“, also die Erntedankfamilienfeier, wäre undenkbar ohne einen „Pumpkin Pie“ als Nachspeise, und den wiederum kann man nicht machen ohne „Pumpkin Pie Spice“.

Ein heimeliges und unschuldiges Stück amerikanische Tradition, zumindest, bevor es in den USA die Pointe von jedem „Basic Bitch & Basic Bro“-Witz wurde. Der Scherz bezieht sich natürlich auf deren angebliche Vorliebe, bis zur totalen Abhängigkeit, vom PSL, den „Pumpkin Spice Latte“. Sogar „Last Week Tonight with John Oliver“ hat dem „Pumpkin Spice Latte“ einen Beitrag gewidmet. 😉

Die wichtigste Zutat für diese Gewürzmischung ist Zimt, die anderen Gewürze sind Ingwer, Gewürznelken, MuskatPiment und wer mag und hat: Muskatblüte. Die Mischung ist süß, würzig und warm und verkörpert den ganzen, guten Geschmack von Herbst.

So einfach kannst Du das beste Herbstgewürz selber mischen:

Zutaten:
8 Teile Zimt
4 Teile Ingwer (Pulver)
2 Teile Gewürznelken
1 Teil Muskatnuss
1 Teil Piment
1 Teil Muskatblüte (optional)

Zubereitung:
Die ganzen Gewürze mahlen. Alle Gewürze in ein Glas füllen und einmal kräftig durchschütteln.

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Was ich mit Kürbiskuchengewürz gemacht haben:
Kürbis-Zimt-Schnecken
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