Schlamperte Kürbis-Lasagne, nach Ottolenghi, vegetarisch – Butternut Squash Lasagna Pie

Ein Traum von Lasagne. Ungeschichtet ist sie leicht zu machen, aber extrem köstlich!

Diese Kürbis-Lasagne wird nicht geschichtet, man mischt einfach alle Zutaten in einer Schüssel zusammen, gibt alles in eine Auflauf oder Kuchenform und fertig! Deshalb auch schlampige Lasagne, was einfach heißt, dass es extra leicht ist. Dieses Rezept ist ein Copycat-Rezept von Ottolenghi und mal ehrlich, mit Ottolenghi Rezepten kann man nie was falsch machen. Erschienen ist dieses Rezept in der New York Times, da können Sie es, sofern Sie einen Account haben, gern im Original nachlesen: Butternut Squash Lasagna Pie von Yotam Ottolenghi

Die Gewürzsauce mit eingelegten Paprika.

Das Originalrezept verlangt nach Butternusskürbis, ich habe Hokkaido genommen, einfach, weil es im Supermarkt um die Ecke gerade nur den gab. So können Sie auch verfahren, was man kriegt, das kriegt man und für den Rest verwendet man eben das, was dem Originalrezept am nächsten kommt. Ottolenghis Rezept verlangt nach Paprika aus der Dose, das gibt es hierzulande nicht, deshalb habe ich zwei unterschiedliche Paprikasorten aus dem Glas gemischt. Was sicher auch sehr gut geht, ist Ajvar.

Die Zutaten werden mit der Paprikasauce vermischt.

Nicht wundern: wenn ich Rezepte aus dem Amerikanischen übertragen, erhalte ich mir immer die Cup-Einheit. Ich habe Cups zu Hause und bei Rezepten wo man nicht Gramm genau arbeiten muss, ist das extrem praktisch. Kann ich sehr empfehlen. Noch ein Tipp: den Kürbis wirklich sehr dünn schneiden, idealerweise sollte er die gleiche Dicke haben, wie die gekochten Lasagne Nudelblätter.

Zutaten Lasagne (6 Portionen):
50 g (¼ cup) Olivenöl, plus mehr zum Einfetten der Pfanne
8 Knoblauchzehen, grob zerkleinert
2 EL Tomatenmark
1 EL Kreuzkümmel, grob in einem Mörser und Stößel zerstoßen
1 EL Koriandersamen, in einem Mörser und Stößel grob zerstoßen
2 TL Pul Biber (Aleppo Chili)
340 g Glas eingelegte rote Paprika, abgetropft
1 TL hellbrauner Zucker
1/2 TL Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer
1 kleiner Kürbis (etwa 550 g), geschält, halbiert, entkernt & in 3 mm dicke Scheiben geschnitten
225 g Lasagne Nudelblätter, jede grob in 3 bis 4 Stücke gebrochen
200 g Babyspinat, gewaschen
1 Bund Basilikum, abgezupfte Blätter
1 Feta, zerkrümelt
½ cup fein geriebener Parmesan

Béchamel Zutaten:
3 EL Butter
40 g (⅓ cup) Mehl
360 ml (1½ cup) Milch, bei Bedarf auch mehr
2 Knoblauchzehen, gehackt
1/4 TL Salz
¼ cup fein geriebener Parmesan

Zubereitung:
Schritt 1: Heizen Sie den Ofen auf 210 °C. Eine 22 cm Auflaufform einfetten und mit einem Stück Pergamentpapier, das groß genug ist, um den Boden zu bedecken und ein paar Zentimeter über die Seiten zu hängen, auslegen. Die Auflaufform für später auf die Seite stellen.

Schritt 2: Geben Sie das Öl in eine kleine Pfanne und erhitzen Sie es bei mittlerer bis hoher Hitze. Sobald es heiß ist, den Knoblauch in die Pfanne geben, unter Rühren etwa 1 Minute lang braten, bis er duftet, aber nicht braun wird. Das Tomatenmark, den Kreuzkümmel, den Koriander und die Chiliflocken hinzufügen und unter häufigem Rühren eine weitere Minute kochen, bis alles tiefrot ist. Etwas abkühlen lassen, dann zusammen mit den roten Paprikaschoten, dem Zucker, dem Salz und einer guten Prise Pfeffer in eine kleine Küchenmaschine geben und zu einer glatten Masse mixen.

Schritt 3: Die Mischung in eine sehr große Schüssel geben und den Kürbis, die Lasagneblätter, den Spinat, das Basilikum, den Feta, den Parmesan, 1 ¼ Teelöffel Salz und eine gute Prise gemahlenen Pfeffer hinzufügen. Vergewissern Sie sich mit Ihren Händen, dass alles gut durchmischt ist. Füllen Sie diese Mischung in die ausgelegte Auflaufform, indem Sie jeweils ein Drittel in die Form geben und leicht andrücken, um sicherzustellen, dass alles gleichmäßig und kompakt verteilt ist. Decken Sie die Form oben mit Alufolie ab, sodass es fest verschlossen ist. In das Backrohr geben (mittlere Schiene) und 1 Stunde lang backen.

Schritt 4: In den letzten 15 Minuten der Backzeit das Béchamel zubereiten: Butter in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl einrühren, unter ständigem Rühren 2 bis 3 Minuten lang kochen, bis es nach Popcorn zu riechen beginnt. Langsam die Milch einfließen lassen, jeweils portionsweise, bei jeder Zugabe rühren, bis alles eingearbeitet ist. Die Hitze auf mittlere Stufe herunterschalten, den Knoblauch und ¼ Teelöffel Salz hinzufügen. Mit einem Kochlöffel umrühren und 2 Minuten lang kochen, dabei ständig rühren, damit der Boden nicht anbrennt, solange bis die Masse schön glatt ist. Vom Herd nehmen und den Parmesan einrühren. Wenn die Lasagne noch nicht fertig ist, decken Sie die Oberseite mit einem Stück Pergamentpapier ab, damit sich keine Haut bildet. Das Béchamel lässt sich im warmen Zustand leichter verarbeiten; bei Bedarf mit einem Schuss Milch leicht erwärmen, um sie zu lockern.

Schritt 5: Nach einer Stunde Backzeit die Lasagne aus dem Ofen nehmen und die Folie vorsichtig abziehen. Das Béchamel mit einem Spatel gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen. (Achten Sie darauf, es nicht mit dem Boden zu vermischen; die Bechamelschicht soll weiß bleiben).

Schritt 6: Die Ofentemperatur auf 230 °C erhöhen, die Lasagne wieder auf das Backblech stellen und weitere 15 bis 20 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit die Form umdrehen, bis die Oberfläche schön gleichmäßig gebräunt ist. Mindestens 15 Minuten lang auskühlen lassen.

Warm oder bei Zimmertemperatur servieren. Dazu passt sehr gut ein Jerusalem Salat!

Fazit: Die Gewürze sind sehr stark und mir fast ein wenig zu scharf, das nächste Mal lasse ich wahrscheinlich Pul Biber (Aleppo Chili) weg. Die Lasagne schmeckt ganz anders als „normale“, eher orientalisch. Ich kann mir das auch sehr gut mit einem anderen Gemüse vorstellen wie: Zucchini, Melanzani oder sogar Karfiol.

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Edelkastanien oder Maroni perfekt dämpfen

Eines der schönsten Dinge im Herbst: Esskastanien von wild wachsenden Kastanienbäumen in der Südsteiermark!

Kastanien sind purer Herbstgeschmack. Im Herbst ist es in der Südsteiermark, wo ich aufgewachsen bin, Usus in den Wald zu gehen und Kastanien zu sammeln. Auf steirisch: Kastanien klauben. Die besten Plätze sind meistens am Waldrand oder auf Lichtungen. Das herbstliche Sammeln war für mich immer so normal, erst in Wien habe ich gelernt, dass es in Österreich sowas wie einen steirischen „Kastaniengürtel“ gibt. Von Ligist beginnend, in einer Seehöhe von circa 300 bis 700 Meter, bis nach Remschnigg. Im Bezirk Deutschlandsberg ist die Kastanie nach der Buche die zweithäufigste Laubbaumart. Da ist wirklich ein Vorteil Familie in Eibiswald zu haben, das liegt mitten im Kerngebiet.

My private connection
Heuer gibt es laut meine Mutter so viele Kastanien wie schon lange nicht und sie ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Ich bin die glückliche Nutznießerin, weil sie mir jedes Jahr per Post 1 Kilo davon nach Wien geschickt. Heuer nehme ich das zum Anlass, mal aufzuschreiben, wie ich Kastanien am lieben genieße.

Die große Frage, Kochen oder Backen? Nein Dämpfen!
Am besten sind Kastanien natürlich, wenn man sie am offenen Feuer selbst bratet. Mein Vater hatte dafür eine Kastanienpfanne, mit nach innen geschlagenen Löchern, samt Holzofen in seiner Werkstatt stehen und jeden Herbst haben wir im Hof Kastanien gebraten. Ein Traum! In meiner Wiener Wohnung geht das schwer, da bleibt nur kochen, backen oder dämpfen. In meiner Familie ist es eher üblich zu kochen oder zu backen, aber ich finde die Kastanien aus dem Backrohr zu trocken und außerdem bekomme ich da nie die widerspenstige Innenhaut ab. Kochen mag ich schon lieber, das geht auch ganz gut, aber am liebsten mag ich sie gedämpft. Vielleicht hierzulande noch etwas unüblich, aber so werden die Kastanien oder Maroni perfekt und die Haut geht gut ab.

Zutaten:
Edelkastanien oder Maroni

Edelkastanien oder Maroni dämpfen:
Schritt 1: Die Kastanien zuerst vorbereiten und sie für mindestens 1/2 Stunde in Wasser einweichen. So kann man sie leichter einschneiden.

Schritt 2: Kastanien nicht auf der flachen, sondern über die ganze gewölbten Seite einschneiden. Nicht zu tief, idealerweise werden nur die beiden Häute der Maroni angeschnitten. Dabei sehr vorsichtig sein, damit man sich nicht schneidet! Dann die Kastanien in den Dämpfer geben, bei mir ein großes Sieb, das super in meinen größten Topf passt. Deckel drauf und für 40 Minuten dämpfen.

Schritt 3: Die Kastanien schälen. Dafür die Kastanien im Topf lassen. Ich gebe sie immer in zwei Geschirrtücher gewickelt zurück in den Topf und geb den Deckel drauf. Damit dämpfen sie etwas weiter. Dann höchstens drei auf einmal herausnehmen und schälen. Die Schale geht nämlich leichter ab wenn sie noch warm sind und wenn sie „nachdämpfen“ können.

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