Pumpkin Pie Spice – Kürbiskuchengewürz – selber machen

„Born in the U.S.A.“ ist diese Gewürzmischung mit dem schönen englischen Namen: Pumpkin Pie Spice. Bei uns vielleicht noch ungewöhnlich, kennt sie in Amerika jedes Kind. Einer der großen und wichtigen Feiertage in den USA, „Thanksgiving“, also die Erntedankfamilienfeier, wäre undenkbar ohne einen „Pumpkin Pie“ als Nachspeise, und den wiederum kann man nicht machen ohne „Pumpkin Pie Spice“.

Ein heimeliges und unschuldiges Stück amerikanische Tradition, zumindest, bevor es in den USA die Pointe von jedem „Basic Bitch & Basic Bro“-Witz wurde. Der Scherz bezieht sich natürlich auf deren angebliche Vorliebe, bis zur totalen Abhängigkeit, vom PSL, den „Pumpkin Spice Latte“. Sogar „Last Week Tonight with John Oliver“ hat dem „Pumpkin Spice Latte“ einen Beitrag gewidmet. 😉

Die wichtigste Zutat für diese Gewürzmischung ist Zimt, die anderen Gewürze sind Ingwer, Gewürznelken, MuskatPiment und wer mag und hat: Muskatblüte. Die Mischung ist süß, würzig und warm und verkörpert den ganzen, guten Geschmack von Herbst.

So einfach kannst Du das beste Herbstgewürz selber mischen:

Zutaten:
8 Teile Zimt
4 Teile Ingwer (Pulver)
2 Teile Gewürznelken
1 Teil Muskatnuss
1 Teil Piment
1 Teil Muskatblüte (optional)

Zubereitung:
Die ganzen Gewürze mahlen. Alle Gewürze in ein Glas füllen und einmal kräftig durchschütteln.

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Was ich mit Kürbiskuchengewürz gemacht haben:
Kürbis-Zimt-Schnecken
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Kürbispüree – das Herbstritual

Herbstgefühle? Ritual gefällig? Mach Kürbispüree! Das ist eines meiner liebsten Grundrezepte. In den USA, wo sehr viel damit gekocht wird, gibt es das Püree in der Dose zu kaufen. Bei uns aber nicht. (Soweit ich weiß.) Und selbst gemacht ist ohnehin viel besser.

Übergangsrituale zu finden ist etwas Wichtiges, vor allem wenn der Sommer langsam (ver)endet. Wenn die Temperaturen wieder kühler werden und die Tage kürzer und mir auf einmal einfällt: „Bald wird wieder die Uhr umgestellt!“ Seufz! Zumindest noch 2018.

Mein Vorschlag für einen einfacher gemachten innerlichen Wechsel ist ein kulinarischer, und zwar der, Kürbis(e) genussvoll zu zerstampfen und zu zermixen, bis man emotional im Herbst angekommen ist. Das ist ausgleichend für das Gefühlsleben und außerdem wahnsinnig praktisch, weil man mit Kürbispüree so viele köstliche Gerichte machen kann, zum Beispiel: Kürbiskuchen (Pumpkin Pie), Kürbis -Kartoffelpüree (zu Wildgerichten genial), Kürbisbrot, Kürbis-Risotto, mit Kürbis gefüllte Pastas, Kürbissuppe, Kürbisgnocchi, Kürbissirup (Pumpkin Juice), Kürbiseis…
Ich habe damit unwiderstehlich gute Kürbis-Zimt-Schnecken gemacht.

Die Zubereitung ist supereinfach, und mit diesem Rezept hält sich das Püree locker über mehrere Monate:

Zutaten:
Kürbis nach Wahl (bei mir Hokkaido)

Equipment:
Gläser mit Schraubverschlussdeckel
Dampfgarer oder Dampfeinsatz

Zubereitung:
• Beim Hokkaido kann man die Schale essen, sonst den Kürbis schälen. Waschen und den Kürbis „patzeln“, wie man in der Südsteiermark sagt, also die Kerne entfernen. In Würfel schneiden.
• Den Dampfeinsatz in einen Topf legen, zwei Zentimeter Wasser einfüllen und die Kürbiswürfel für zehn Minuten dämpfen.
• In eine Schüssel oder Glas geben und mit einem Pürierstab mixen, bis es ein schönes Püree ist.
• Wasser mit einem Schluck Essig aufkochen, da legt man die Deckel und die Gläser rein, um sie zu „sterilisieren“. Für 10 Minuten. Ein sauberes Geschirrtuch ausbreiten und Gläser und Deckel darauf auskühlen lassen. Verschlussseite nach oben.
• Das Püree in die so behandelten Gläser füllen, ab und zu fest aufstampfen oder leicht von der Seite auf des Glas klopfen, so kann man Luftblasen entfernen. Oben circa 1 cm Rand frei lassen. Deckel fest verschließen!
• Gläser in einen mit Wasser gefüllten Topf geben, Temperatur von Wasser und Gläsern soll gleich sein, damit kein Glas springen kann. Wasser aufkochen und mit geschlossenem Deckel für 120 Minuten leicht simmern lassen. Die Gläser rausnehmen und in Ruhe stehen lassen, bis sie komplett ausgekühlt sind.

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Was ich mit Kürbispüree gemacht haben:
Kürbis-Zimt-Schnecken
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