Killer-„Kische“ mit Zucchini

Der beste Zucchini Quiche der Welt, einfach ein Killer im Geschmack!
Killer Zucchini Quiche

Quiche ist einer der Klassiker, der immer geht. Wer einen einfachen Mürbeteig beherrscht, für den geht das Ganze ruck zuck und für alle anderen: keine Angst, dieser einfache Teig ist keine Zauberei. Schmeckt aber zauberhaft!
Beim kurzen Nachlesen der Geschichte des Quiches stellt man sofort fest: die Quiche hat ein eine Grenzherkunft. Sie kommt aus Frankreich, aber auch ein wenig aus Deutschland.

Das hat einfach mit der Geschichte Lothringens zu tun. Wer aber noch auf der englischen Wikipedia-Seite weiterschmökert, stoßt auf den herrlichen Satz: „Quiche is considered a French dish; however, using eggs and cream in pastry was practiced in English cuisine at least as early as the 14th century and Italian cuisine at least as early as the 13th century“(*WikiLink); also frei übersetzt: Quiche wird zwar als französisches Gericht angesehen; jedoch sind Eier und Sahne in Teigen in England schon im 14. Jahrhundert verwendet worden und in der Italienischen Küche schon im 13. Jahrhundert.

Ich mag mich in den Wikipedia-Krieg über die Herkunft der Speisen nicht einmischen, höchstens mitlesen, lachen und dabei dieses wunderbare Essen genießen: ein frühes Meisterwerk der europäischen Fusionsküche.

Zutaten:
Für den Teig:

200 g Mehl
100 g Butter
1/2 TL Salz
kaltes Wasser oder kaltes Bier

Für die Füllung:
3 bis 4 kleine bis mittelgroße Zucchini
180 g Feta
150 ml Milch Kefir oder Sahne
150 ml Milch
3 Eier
Salz, Pfeffer, event. rosa Pfeffer
Knoblauch in Honig

Zubereitung:
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Mehl, Butter und eine Prise Salz mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Ich nehme die Butter immer direkt aus dem Kühlschrank und reibe sie in den Teig, das geht sehr schnell und hat den Vorteil, die Butter kalt verarbeiten zu können. Dann macht man zuerst lauter Bröseln mit Butter und Mehl und dann schiebt man alles zu einer Kugel zusammen.

• Wenn der Teig zu trocken ist, ein wenig kaltes Wasser oder Bier dazugeben und fertig!

• Alle stellen den Mürbeteig zu diesem Zeitpunkt in den Kühlschrank, ich mach das nicht so gern, weil man dann immer diese steinharte Kugel rauskriegt, die man eher mit Hammer und Meißel bearbeitet als mit einem Nudelholz.

• Deshalb jetzt gleich den Teig dünn ausrollen, bis er groß genug für die Form ist, lässig über das Nudelholz hängen und in die Form rutschen lassen. Rand abschneiden, wer mag kann auch ein Randmuster machen so wie ich auf den Fotos. Mit einer Gabel einstechen, damit er beim Backen flach bleibt und DANN in den Kühlschrank stellen. Da bleibt er für eine halbe Stunde.

• In der Zwischenzeit Zucchini in mehr oder weniger dünne Scheiben schneiden. Milch, Eier, Kefir oder Sahne, Pfeffer und Salz verquirlen und zur Seite stellen.

• Wenn der Teig kühl gerastet hat, den Boden mit Backpapier auslegen, Bohnen rein und für 10 Minuten vorbacken. Das ist gut für den Boden; der wird dann einfach knuspriger.

• Jetzt die Zucchini wie auf den Fotos auf dem Boden auflegen und die Eiermasse darüber gießen. Ab in den Ofen und 40 bis 60 Minuten backen. Wer mag kann noch rote Pfefferkörner darüberstreuen.

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Pico de gallo, so & fermentiert

Pico de gallo oder „Hahnenschnabel“, wie es übersetzt heißen würde, kommt aus Mexiko zu uns und ist eigentlich eine Salsa. Ich seh das aber nicht so streng und ess es mal als Salat und mal als Dip für Chips, Tacos oder Nachos.

Der lustige Name kommt wahrscheinlich von der schnabelartigen Form der roten JalapeñoChilischoten. Oder, Zitat Wikipedia: „Eine weitere plausible Erklärung geht davon aus, dass pico von dem Verb picar stammt, das zwei Bedeutungen hat: 1. „hacken“ und 2. „beißen“ oder „stechen“. Der Hahn, gallo auf Spanisch, ist hingegen eine verbreitete Metapher für den männlichen Macho in der mexikanischen Kultur. Ein typisches Macho-Thema ist der Stolz darauf, die Schärfe (picante) von Chilis aushalten zu können.“ Manche Konstanten gehen halt durch alle Kulturen. 😉

Bei meinem Pico de gallo ist Schärfe kein Thema, ich mach eine freundlich unscharfe Grundsauce, und je nach Bedarf (oder Besuch) kommen Chili, Ananas, Mango oder Avocado dazu.

Zutaten:
•  12 Paradeiser (Tomaten)
•  8 grüne Paprika
•  3 rote Paprika
•  1 rote Zwiebel
•  1 weiße Zwiebel
•  3 Knoblauchzehen
•  1 Bund Koriander
•  3 Limetten, ausgepresst
•  2 TL Salz

Zubereitung:
•  Das ganze Gemüse und den Koriander klitzeklein schneiden. Den Limettensaft und das Salz dazugeben. Vermischen. Fertig.
Tipp: Ich verwende beim Spitzpaprika manchmal eine Schere zum Schmalschneiden.

Als Salat:
2 bis 3 TL gutes Olivenöl dazugeben. Und gleich genießen.

Als Ferment:
Normalerweise würde ich ausgehend vom Gewicht 3 Prozent Salz verwenden, es wird aber nur sehr kurz fermentiert, also habe ich nur 2 TL verwendet.
1 bis 5 Tage fermentieren lassen. Ganz nach Geschmack. Ich verwende das kleine Glas zum kosten, damit das Große safe ist. Ich habe es nach 2 Tagen in den Kühlschrank gestellt. Dort hält es sich jetzt ein paar Monate.

Passt sehr gut zu Fleischgerichten. Zum Beispiel zu Lammrücken in Rotweinsauce.

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